
Sieben Mannen und ein Plattmacher (Saarbrücker Zeitung vom 30.05.2011)Gute Stimmung beim Saarländischen Abend der SPD Wiebelskirchen im Kulturhaus Das Vokal-Ensemble La Mannschar traf stets den richtigen Ton – und den Nerv der Besucher. Die Lacher auf seiner Seite hatte „De Plattmacher“ alias Günther Hussong mit seinen Witzen. Neunkirchen. Zwei Premieren kündigte Parteichef Sören Meng beim saarländischen Abend im Wiebelskircher Kulturhaus an, zu dem die SPD Wiebelskirchen eingeladen hatte: „Es ist uns gelungen, den saarländischen Comedian Günther Hussong, genannt de Plattmacher, und das Vokal-Ensemble La Mannschar zu verpflichten. Wir wollen das kulturelle Angebot in Wiebelskirchen bereichern, lassen Sie sich überraschen!“ Was beide Akteure dann boten, brachte die Besucher im vollbesetzen Kulturhaus förmlich aus dem Häuschen. Gleich zu Beginn forderte „Plattmacher“ Günther Hussong, von Beruf Lehrer, die Gäste auf, ihre Handys klingeln zu lassen, das Essen und Trinken nicht einzustellen und sich bei Bedarf zu unterhalten. Er sei das von der Schule auch nicht anders gewöhnt, bemerkte er trocken. Immer wieder nahm er sich selbst auf die Schippe und erklärte die zahlreichen Namen, die er für seine Ehefrau verwende. So würde sie je nach Stimmung nicht nur „Schätzche“, sondern auch „Meins“ oder „die Madame“ genannt. Lachsalven erntete Hussong für seine Spontangedichte, die das Publikum ergänzen musste. Hier zeigte er sich als feinsinniger, schlagfertiger Künstler, der immer wieder eine Pointe aus dem Ärmel zauberte. Beeindruckt zeigten sich die Besucher vom La-Mannschar-Auftritt. 2004 hatte sich eine Gruppe musikbegeisterter Schüler des Krebsberg-Gymnasiums Neunkirchen zusammen gefunden, um gemeinsam A-Capella-Musik zu machen. Unter der Leitung von Peter Littner haben sich die sieben jungen Männer zu einem musikalischen Ensemble entwickelt, das traditionelle und moderne Musik verbindet. Ob witzige Songs der Kölner Gruppe Wise Guys oder Klassiker der Beatles – hier saß jeder Ton. Wer La Mannschar erlebt, muss auch auf die Performance hinweisen. Auch hier punkteten die „Sieben Mannen“ und sorgten für Spontanapplaus des Publikums. „Kaum zu glauben, auch diese Gruppe ist Made in Neinkerje und wird noch für viel Furore sorgen“, so Sören Meng, der den Chor nach vier Zugaben von der Bühne verabschiedete. Vorher musste Meng dem Publikum versprechen, dass es nächstes Jahr eine Neuauflage des saarländischen Abends im Wiebelskircher Kulturhaus geben wird. Und wie üblich gab es das traditionelle Stück Lyoner mit Weck. Getreu dem Motto: „Geschafft hamma nix, awwa Hauptsach gudd gess“.
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