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Lisa Kühn - Praktikantin in Berlin

Unser Ortsvereinsmitglied Lisa Kühn absolvierte ein Praktikum bei unserer Bundestagsabgeordneten Astrid Klug. Hier ihre Erfahrungen: Die 21-jährige Jura-Studentin Lisa Kühn aus Neunkirchen machte im März 2009 zwei Wochen Praktikum im Bundestagsbüro. Ende Februar bekam ich die Gelegenheit, im Bundestagsbüro von Astrid Klug ein zweiwöchiges Praktikum zu absolvieren. Um es gleich vorweg zu nehmen: Es hat sich definitiv gelohnt. Als Jurastudentin war ich natürlich nicht nur sehr stolz, auch mal dort zu arbeiten, wo die Gesetze beschlossen werden, sondern auch voller Vorfreude und Neugier, darauf, mal einen Blick hinter die politischen Kulissen zu werfen und mir selbst ein Bild über die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten machen zu können. An meinem ersten Tag war ich ziemlich aufgeregt. Die Stadt und auch das Regierungsviertel haben mich wirklich umgehauen. Die Architektur, die Menschen. Mittendrin zu sein und überall herumlaufen zu dürfen - das ist schon echt abgefahren. Die herzliche Begrüßung durch Astrids Mitarbeiter Norbert und die fast familiäre Atmosphäre im Büro nahmen mir schnell die anfängliche Nervosität. Er hat uns während der beiden Wochen nicht nur sorgsam betreut, sondern auch unheimlich viel erklärt und die ein oder andere Wissenslücke geschlossen. Wenn ich je bei Günter Jauch auf dem Stuhl landen sollte, wird er mit Sicherheit mein Telefonjoker. Nachdem ich stolze Besitzerin eines Hausausweises geworden war, stellte er uns ausführlich die Arbeit im Büro vor. Es wird an dieser Stelle koordiniert und organisiert, die Pressearbeit wird von hier geleitet und der Terminplan verwaltet. Darüber hinaus besteht ein reger Kontakt in ihrem Wahlkreis und zu politisch und wirtschaftlich Aktiven und Interessierten aus ganz Deutschland. Danach führte er uns durch das eindrucksvolle Paul – Löbe - Haus mitsamt dem Reichstagsgebäude. Die architektonisch wirklich beeindruckenden Bauten sind unterirdisch verbunden und beherbergen neben den vielen Abgeordnetenbüros und Sitzungssäälen eine Kantine einem Fitnessraum und eine Bibliothek. Alles war so groß, respekteinflößend und fremd, dass ich mir kaum vorstellen konnte mich jemals zurechtzufinden. Im Reichstag hat mich besonders darüber gefreut, dass man an allen Ecken die unterschiedlichsten Arten von Kunst entdecken kann. In besonderer Erinnerung blieb mir ein Hof, in dem der Schriftzug „Der Bevölkerung“ in einer Bepflanzung eingebettet ist. Jeder Abgeordnete hat hier etwas Erde aus seinem Wahlkreis ausgestreut. Nicht weniger beeindruckend ist, dass man im gesamten Gebäude die Wege der Geschichte verfolgen kann, so zum Beispiel die von Soldaten der Roten Armee nach der Eroberung Berlins angebrachten Inschriften. Die erste Woche, eine Sitzungswoche, war insgesamt unglaublich aufregend. Ich hatte ich die Möglichkeit, sowohl bei den Arbeitsgruppen als auch bei den Ausschüssen dabei zu sein. In den Arbeitsgruppen wurden die Themen der Ausschüsse vorbereitet und diskutiert, um in den Ausschüssen eine gemeinsame Linie vertreten zu können. Des Weiteren konnte ich mir im Plenum Bundestagsdebatten anschauen. Ganz anders als im Plenarsaal ging es in der Bundesratssitzung zu, die wir glücklicherweise besuchen durften. Hier wird der gute Ton noch gepflegt, Beifalls- oder Missfallensbekundungen seitens der Politiker bleiben aus, was die Sitzung jedoch nicht weniger spannend machte. An diesem Freitag ging es in einem Gesetzesentwurf um die Ausweitung von Abreden im Strafrecht, was für uns als Jurastudenten natürlich ein interessantes Thema war. Ein besonderes Highlight war mit Sicherheit auch, dass wir die Fraktionssitzung der SPD erleben durften und alle Spitzenpolitiker, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, live zu Gesicht bekamen. Überraschenderweise geht es hier nicht anders zu, als in jeder Vorlesung: Vorne redet jemand und ob man zuhört, entscheidet man selbst. Handys klingeln im Minutentakt, Leute laufen umher, unterhalten sich, holen Kaffee. Abgesehen von diesen Erlebnissen durfte ich Astrid mit zu der Verleihung des ersten Deutschen Klimapreises begleiten, bei dem Schulklassen mit besonderem ökologischem Engagement geehrt wurden. Die zwei spannenden informativen, ereignisreichen Wochen sind leider viel zu schnell vergangen. Die Zeit war für mich eine sehr bereichernde Erfahrung, mein Verständnis von Demokratie und Politik hat sich in jeder Hinsicht vergrößert. Es konnte in keiner Weise vom klischeehaften Kopieren und Kaffeekochen die Rede sein und ich kann ein solches Praktikum all denjenigen, die sich für Politik interessieren, nur empfehlen. Zum Schluss möchte ich Astrid noch einmal danken. Ich durfte sie überall hin begleiten, wo es möglich war und obwohl sie, so scheint es, rund um die Uhr arbeitet, hat sie immer noch Zeit gefunden, mir Angelegenheiten zu erklären." (Quelle:astrid-klug.de)

 

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