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Wiebelskirchen :


Wappen von Wiebelskirchen

Historisches rund um Wiebelskirchen
(Quelle: Heimat- und Kulturverein Wiebelskirchen)

(Nach amtlichen und authentischen Quellen bearbeitet von Alwin Ziehme, Architekt und Mitglied des Saarbrücker historischen Vereins)

765 unserer Zeitrechnung wird Wiebelskirchen erstmals urkundlich in einer Schenkungsurkunde als Wibilischiricha erwähnt. Der Ort ist lange vorher entstanden, wahrscheinlich im 6. Jahrhundert, da unser Ort auch schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt war. Dies wird belegt durch Funde von geschliffenen Steinbeilen aus der jüngeren Steinzeit zwischen 5000 und 2000 v.Chr.. Nachdem in der älteren Eisenzeit zwischen 1200 und 500 v. Chr. Kelten in unserem Raum eingewandert waren, kam dieser etwa 50 v. Chr. unter die Herrschaft der Römer. Damals existierte schon ein Höhenweg aus vorrömischer Zeit auf unserem Bann, der vom Hochwald nach Lothringen führte. Wahrscheinlich wurde Salz auf ihm transportiert; "Salzstraße".

Von den Römern zur "Römerstraße" ausgebaut, verlief diese vor Stennweiler kommend durch die heutige Römerstraße und Wibilostraße und überquerte an der Stelle der heutigen Seitersbrücke die Blies. Von hier aus führte sie weiter durch die untere Kuchenbergstraße und die Bexbacher Straße zum Wasserberg und nach Höchen. Der Verlauf der Römerstraße hat die Lage der sich später bildenden Siedlung maßgeblich bestimmt. Westlich von Frankenholz fand man an dieser Straße einen römischen Viergötterstein von einer Jupiter Gigantensäule, der im Volksmund als "Steinerner Mann" bezeichnet wurde und der nach Speyer ins Museum gebracht wurde. Eine Nachbildung der Jupiter Gigantensäule steht heute im Bexbacher Blumengarten.

1949 wurden bei Ausschachtungsarbeiten am Lehweg zwei Brandgräber entdeckt. In dem ersten Grab aus dem 1. Jh. n. Chr. fand man einige römische Gefäße, ausgeglühte menschliche Knochenreste, ein eisernes Küchenmesser und eine angeschmolzene bronzene Gewandnadel. Das zweite Grab enthielt auch Eisenschlacken. Gefäßreste ermöglichten es, das Grab in das 3. Jh n. Chr. zu datieren. Die Schlacken erlauben den Schluss, dass in der Nähe eine römische Eisenverhüttung vorhanden war.

1954 legten die Heimatforscher Kurt Hoppstädter und Karl Stumm bei den Ausgrabungen beim Käsebrunnen eine Risalitvilla aus der Römerzeit frei. Bei den Ausgrabungen am Kirchberg wurde 1981 ein Keller eines größeren römischen Gebäudes freigelegt.

Nachdem die Römer unser Gebiet verlassen hatten und etwa um 500 die Franken, nach ihrem Sieg über die Alemannen, an ihre Stelle traten, begann im 6. J. eine Zeit verstärkter Christianisierung und damit der Bau von Kirchen. Sie bildeten in vielen Fällen dann den Mittelpunkt sich entwickelnder dörflicher Siedlungen. In diese frühe fränkische Zeit fällt auch die erste urkundliche Erwähnung von Wiebelskirchen.

765, also 3 Jahre vor dem Regierungsantritt Karl des Großen und am Anfang des Mittelalters, beginnt die Geschichte von Wiebelskirchen.

 

Streifzug durch Wiebelskirchen


Wiebelskircher Ortsmittel 1980

Auf folgendem Foto sieht man die Ortsmitte Wiebelskirchen im Jahre 1980. Prägend für den Ort waren damals "Schilde Eck", das Geschäftshaus Schneider und auch das Schreibwarengeschäft Weichsel an der Ecke Keplerstraße. Auch das schmucke Rathaus war damals noch zu sehen. Es musste einem modernen Bankgebäude weichen. Was blieb ist die Rathausschule - heute Wibilohaus.

 


Ortsmitte 2007

Die Ortsmitte 2007 - Noch ist das Geschäftshaus Schneider zu sehen. Wenige Wochen später fiel es den Baggern zum Opfern. Hier wird jetzt ein Platz der Begegnung entstehen.

 

Wibilohaus


Wibilohaus

Die Wiebelskircher lieben ihr Wibilohaus. Im unteren Teil ist die Stadtbücherei untergebracht. Im ersten Stock befindet sich die Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt und das Büro des Ortsvorstehers Rolf Altpeter (SPD). Gegenüber lädt das Heimatmuseum des Heimat- und Kulturvereines Wiebelskirchen zum Verweilen ein. Hier sind neben Wechselausstellungen ein Teil der Ausgrabungen des Kirchberges zu sehen. Im zweiten Stock hat der Musikverein Harmonie seine Proberäume. Das Wibilohaus ist für Wiebelskirchen sehr wichtig. Seit 2007 ist das Haus mit einem Fahrstuhl ausgestattet.

 

Brunnen


Brunnen

Gegenüber dem Kriegerdenkmal findet man den schönen Brunnen. Er stammt aus dem Jahr 1965 - in diesem Jahr feierte Wiebelskirchen seinen 1200 Geburtstag. Der Brunnen erinnert daran.

 

Annaheim


Annaheim Wiebelskirchen

Im Jahr 2005 wurde im Katzentümpel das neue Seniorenheim "Annaheim" eingeweiht. In kurzer Zeit hat sich das Haus etabliert. Hier finden für alle Wiebelskircher immer wieder Veranstaltungen statt. Das Seniorenheim, das Familie Schwappach betreut, ist aus Wiebelskirchen nicht mehr weg zu denken.

 

Der Gegenortschacht


Gegenortschacht

Die Schachtanlage Gegenort bei Bauershaus besteht aus einem alten Fördergerüst samt Schachthalle und einem Freigelände, das idyllisch im Wald an der B 41 gelegen ist. Im Sommer wird die Anlage gerne für Veranstaltungen mit einem eher rustikalen Charakter genutzt. Hier findet seit Jahren das Maifest der Jusos statt - übrigens die größte Juso-Veranstaltung des Saarlandes. Der Gegenortschacht ist Bestandteil des Neunkircher Grubenweges.

Der "Neunkircher Grubenweg l" behandelt den Bergbau auf Steinkohlen im Wiebelskircher Raum und führt zu Zeugnissen und Objekten, die überwiegend der ehem. Grube Kohlwald zuzurechnen sind.
Erste Nachweise des Kohlegrabens in der Umgebung von Wiebelskirchen stammen aus dem 15. Jahrhundert. Zahlreiche Stollen und Schächte wurden seitdem angeschlagen. Mit der Stillegung der Grube Kohlwald am 31. März 1966 endete die Jahrhunderte lange bergbauliche Tätigkeit am Standort Wiebelskirchen.
Anfangspunkt des Grubenweges l ist das Gelände des früheren "Gegenort-Schachtes" des Bergwerks Reden bei Bauershaus (1). Neben der ausgedehnten Schachthalde hat sich auf der 1883 begonnenen Anlage das Fördergerüst mit der Schachthalle und das Fördermaschinenhaus erhalten. Das im Jahr 1900 errichtete Gerüst ist eine in Stahlfachwerk ausgeführte filigrane Konstruktion der "Bauart Saar" und heute das drittälteste im Saarrevier.
(Delf Slotta)

 

Boleys Haus mit Käschdebaam


Boleys Haus

Boley's Haus
Diese alte Haus in der Kurt-Hoppstädter-Straße wurde schon oftmals auf Leinwand gebannt. Früher fanden rund um die alte Kastanie Feste statt. Das "Käschdebaamfest" kam in den 80er Jahren sehr gut an. Das schöne alte Haus ist seit Jahrzehnten unbewohnt, aber immer noch ist es schön anzuschauen.

 

Haus Lander


Landers Bauernhaus

Diese alte Bauernhaus kann im Stauch bewundert werden. Früher gehörte es Familie Lander. Der älteste Bewohner des Hauses Richard Lander wurde über 100 Jahre alt. Vor einigen Jahren wurde das Haus verkauft. Ein altes Stück Wiebelskirchen zum Anschauen.

 

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